Verpackungsgesetz stellt Kinos vor Probleme

Das neue Verpackungsgesetzes wirkt sich unmittelbar auf Kinos aus. Um die Recylingquote zu erhöhen und Plastikmüll zu verringern, gelten ab 1. Januar 2019 neue und härtere Regeln. Als „Inverkehrbringer“ stehen die Zuliefer von Kinos – also die Lieferanten von Nachochalen, Trinkbechern oder Strohhalmen – besonders im Fokus. Durch die Ausweitung der Registrierungspflicht bei der neu eingerichteten „Zentralen Stelle Verpackungsregister“ werden sich viele Kinos sehr detailliert mit der Materie beschäftigen müssen.

Walter Spruck_Porträt-Foto Horst Martin
Walter Spruck vom Institut für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus

„Die neue gesetzliche Regelung erzeugt in der Praxis einen hohen Mehraufwand und große Unklarheiten – sowohl bei den Kinos als auch bei den Entsorgern. Kommunale Unterschiede machen die Abfallthematik zusätzlich komplex. Jedes Kino muss sich nach seinen Anforderungen und den örtlichen Begebenheiten ausrichten. Der Beratungsbedarf ist immens,“ so Walter Spruck vom Institut für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus.  Der Nachhaltigkeitsexperte berät unter anderem die Cineplex-Kinogruppe bei dem Projekt „zusammen.nachhaltig.“ .

Der Kinoverband HDF/FORUM FILM empfiehlt seinen Mitgliedern, sich am Leitfaden des Mittelstandsverbundes zu orientieren. Dieser enthält wichtige Änderungen und Pflichten des neuen Verpackungsgesetzes. Eine Checkliste am Ende des Leitfadens soll zudem die schnelle Ermittlung der eigenen Betroffenheit ermöglichen.

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