Think big! FC Bayern steigt auf Mehrwegbecher um

FC Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, Nationalspieler Mats Hummels, Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf und Allianz-Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth bei der Präsentation des Mehrweg-Konzepts
FC Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, Nationalspieler Mats Hummels, Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf und Allianz-Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth bei der Präsentation des Mehrweg-Konzepts (Foto: fcb)

München – Als Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium wird der FC Bayern München zur Saison 2018/19 bei der Getränkeausgabe in der Allianz Arena auf eine Mehrwegbecher-Verwendung umstellen. Für einen Mehrwegbecher-Gebrauch erntwickelt die Allianz Arena München Stadion GmbH mit ihrem Gastronomie-Partner Do&Co neue Abläufe für die Becher-Annahme wie für die Becher-Rückgabe, außerdem ein abgestimmtes Pfandsystem einführen. Ziel der Umstellung ist es, Abfall zu vermeiden und noch effizienter mit Energie-Ressourcen umzugehen. „Umweltschutz ist ein wichtiges Thema, der FC Bayern München möchte dazu seinen Beitrag leisten,“ so  Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München bei der Vorstellung des Projektes im November 2017. Das teilt der Verein auf seiner Webseite in einer Pressemitteilung mit.

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Walter Spruck bei der Berlinale 2018 mit dem neuen Pfandbecher des Filmfestivals

„FC Bayern München ist in vielerlei Hinsicht – sportlich ebenso wie wirtschaftlich – ein Vorreiter. Die Einführung des Mehrwegbechers verfolgen wir mit großem Interesse. Wenn es sich bei einer Fußballarena mit 70.000 Menschen bewährt, ist das System auf andere Bereiche und vor allem die Kultur übertragbar. Natürlich gehören auch Filmfestivals oder Kino-Mulitplexe dazu. Hier kann man die Erfahrungen nutzen, um die richtigen Lösungen zu finden,“ so Experte Walter Spruck, Leiter des Instituts für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Politik, Zulieferern und Umweltschutzorganisationen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

FC Bayern enagagiert sich für Nachhaltigkeit
Ulrike Scharf, die Bayerische Umweltministerin, erklärt: „Der FC Bayern München ist ein Vorbild auf und neben dem Platz. Das ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Abfallberge. Die Allianz Arena wird zu einem Leuchtturm für Energieeffizienz und Ressourcenschutz. Hier gilt in Zukunft: Heimspiel für den Klimaschutz. Fußball fasziniert die Menschen.“

Seit November 2015 ist der FC Bayern München Mitglied in der Bayerischen Klima Allianz. Die Bayerische Staatsregierung hat die Klima-Allianz vor mehr als zehn Jahren mit dem Bund Naturschutz gegründet. Die inzwischen 41 Partner des Umweltbündnisses wollen dazu beitragen, die jährlichen Treibhausgas-Emissionen Bayerns bis 2050 auf unter zwei Tonnen pro Einwohner abzusenken. Die Inbetriebnahme einer neuen LED-Fassade der Allianz Arena ermöglichte 2015 eine Absenkung des Energieverbrauches für dieses wesentliche Element um beinahe 40 Prozent.

„Seit 2006 hat sich die Allianz Arena jährlich nach den strengsten Richtlinien Europas – nach der EMAS-Verordnung – prüfen lassen“, sagt Allianz-Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth. „Vor der Umstellung auf Mehrwegbecher haben wir das Umweltinstitut Intechnica beauftragt, unser Stadion standortspezifisch zu untersuchen. Das Gutachten war eindeutig und favorisiert eine Mehrwegbecher-Umstellung. Wobei ich erwähnen möchte, dass wir schon beim Einwegbecher auf vollständige Kompostierbarkeit des Materials geachtet haben. Für uns als Betreiber stand zunächst der Servicegedanke im Vordergrund. Es wird eine Herausforderung sein, die Geschwindigkeit beim Handling von Getränkeausgabe und Becherannahme mit Pfandrückgabe zu halten. Nicht nur wir werden uns umstellen, auch unsere Zuschauer werden sich umstellen müssen. Aber das wollen wir ja alle: die Umwelt noch besser schützen. Ich sehe das als gemeinsame Aufgabe, der wir alle nun noch umfangreicher nachkommen können.“

Quelle: fcb/red

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